Vereinsausflug nach Collenberg / Mai 2017

von Heiner Alexander

Der 3D Parcour Collenberg ist auf jeden Fall eine absolute Empfehlung wert. Besucht wird der Parcour von allen vorstellbaren Bogenschützen-Typen. Hier "trifft" man schwarzlederne Harleyfahrer, nebst ihrem Familienanhang von der Oma bis zum Nachwuchs... bewaffnet mit den gurkigsten Leihbögen und echt schweren Vespermessern... ein echter Hinkucker und viel Spass am ersten Vesperpoint (Prooooast). Begangen wird der Parcour auch von Nativ, Alternativ, Primitiv, Spontanitiv... also jede Menge anspruchsvolle Freizeitdarsteller und ihre unterschiedlichen Auslegungen des "Treffen mit dem Bogen". Hier gilt definitiv: "Wer trifft hat Essen, ...ähhh, Recht.".

 

Die Jagdlichen treffen die Traditionellen und die Compounder machen mit Spass an der Sache die Parcour-Gesellschaft rund. Alles sehr aufgeschlossen und angenehm locker im Umgang und der Neugierigkeit am jeweilig anderen. Da wird auch mal ein Schlückchen und die eine oder andere Insider-Info gern geteilt.

 

Zum Schwierigkeitsgrad zitiere ich treffend unseren Eugen: "zwischen schön anspruchsvoll und sehr anspruchsvoll, so soll es sein, so ist es hier" (... im Collenberger Parcour/ Anm. d. Red.) Jooo, sagt da der austrainierte Flachlandindianer und wuchtet sich, sein Bogengerödel und den prallvollen Vesperrucksack durch's bergige Auf und Ab. Macht super Spass und ist sehr abwechslungsreich. Sanfte Wiesentäler wechseln sich mit Bergwald und einigen Gewässern ab. Kondition ist hier nicht von Nachteil. Belohnt wird man in angemessenen Abständen mit interessant und anspruchsvoll gestellten Tiergruppen und auch spannenden Einzelzielen (z.B. 40m Schuss auf eine kleine Rattenfigur, die auch noch gut angepasst an den Hintergrund gewesen ist. War machbar :-) ) Auch die Qualität macht Eindruck. Fast alle Figuren sind gepflegt, hochwertig und überwiegend neu (Start der Sommersaison?).

 

Auch in die Gestaltung und Ausführung der Wege und Pfade wurde lohnend Arbeit, Zeit und Material gesteckt. Alles in Allem, ein Top Parcour, jede Menge Spass und Herausforderung. Nachtrag: Freu mich persönlich schon auf ein richtiges Sauwetter-Wochenende. Mit entsprechend robuster Ausrüstung wird das ein echtes Abenteuer.

 

Alle ins Kill, Euer Alex PS. UNSER Eisenbach bleibt trotzdem mein Lieblingsindianerland! So, basta und hasta la vista (oder so) , bis bald :-)

 

Die Bilder zum Ausflug findet Ihr hier

Druck-Pirsch auf der Baobab Game Ranch in Namibia

von Manfred Lang

Morgen werden wir um 05:30 aufstehen um den starken Keiler in seiner Behausung anzupirschen. So informierte mich Frank, mein Jagdführer über den morgendlichen Einsatz. Gut gelaunt gingen wir um 21:00 zu Bett um morgen frisch zu sein, es kam ein wenig anders.

 

Ich hatte sehr gut geschlafen als es plötzlich an unserer Tür sanft klopfe, es war Frank. Oh shit, ich hatte verschlafen. Es wahr schon 06:05, schnell Zähne putzen. Man will ja nicht, dass der Keiler einen schlechten Eindruck von einem bekommt! Hurtig anziehen, oh mein Gott habe ich soviel zugenommen??

Nein es ist nur das T-Shirt von Uli, ist halt zwei Nummern kleiner.

 

So aber nun sofort los, es ist 06:09 Frank und der Keiler warten schon ganz ungeduldig. Leider konnte ich meine morgendliche Sitzung nicht erledigen, was noch neue Erkenntnisse mit sich bringen sollte. Wir fuhren los, der eisige Südwind blies uns ins Gesicht. Dies konnte uns aber nicht davon abhalten, den Keiler aufzuspüren. Nach einer Fahrt von 10 min näherten wir uns dem Ziel. Frank gab mir das Zeichen zum absitzen und los geht die Pirsch.

 

Oh, was zwickt da in meinen Gedärmen? Ach ja, meine Sitzung! Mein Körper wollte unnötigen Ballast loswerden, aber doch nicht jetzt!? Mann oh Mann, das kann ja heiter werden. Wir pirschten uns mit sehr langsamen Schritten dem Ziel entgegen. Das Zwicken und Rumoren in meinen Gedärmen wurde heftiger, aber Kopf hoch, Augen zu und durch! Plötzlich blieb Frank wie eine Statue regungslos stehen.

Druck-Pirsch

Ich hatte gerade mein rechtes Bein 45 Grad seitlich weggestreckt.    

Auch ich musste so stehen bleiben und ja keinen Ton hören lassen, die Tränen schossen mir in die Augen. Der Druck in meinem Körper wurde extrem unangenehm. Endlich nach gefühlten 100 Jahren gingen wir weiter.

Und wieder blieb Frank stehen, zum Glück stand ich gerade aufrecht und hatte meine Beine eng zusammen, das war doch ein bisschen angenehmer.

 

Wir waren an der Behausung des Keilers angekommen, der war aber schon unterwegs. Wahrscheinlich zu seiner morgendlichen Sitzung!! 

 

Noch ein wenig umher Pirschen, dann sagte mein Jagdführer zu mir, jetzt geht's nach Hause zum Frühstück. Das waren erlösende Worte den der Druck in meinen Gedärme stieg und stieg. Noch einen Abstecher zu möglichen Ansitz für den späteren Vormittag und dann, endlich nach Hause!!

 

Angekommen auf der Farm sahen wir, dass die Angestellten mit dem Räuchern der Filets beschäftigt waren. Frank sagte: "das wolltest du doch unbedingt fotografieren, komm wir gehen hin."  Ich lehnte dankend ab und zog eiligst von dannen. Wahrscheinlich dachte er, komische Menschen die Schwarzwälder. Erst wollte er doch unbedingt fotografieren und nun rennt er davon?

 

Das war die Pirsch mit Frank am 05.august 2012 die höchst spannend und mit unglaublichem Druck durchgeführt wurde, von der ich sicherlich morgen Muskelkater in der Pogegend haben werde.

Bogenjagd HEUTE

von Luis Hant erschienen im Verlag Ernst Vögel.

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